AUSZEIT

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MAJORELLE
…und raus bist du!

Gerade draußen in den Souks noch lärmendes Gewusel und nun drinnen im Garten Majorelle absolute Stille. Statt lärmender Medina andächtige Konzentration auf die Schönheit der Natur.

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Text: KASBAH

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Dieser einmalig schöne Ort ist eine Liebeserklärung des Malers und Orientalisten Jacques Majorelle an die Stadt Marrakesch. Der Maler aus Lothringen kam 1919 in die Stadt und erlag Marrakeschs Charme sofort. Voller Euphorie gründete er einen Garten, direkt vor der mächtigen Mauer der Medina, am Rande der Neustadt. 1980 kauften Yves Saint-Laurent und sein Lebensgefährte Pierre Bergé den Garten. Nach dem Tode Majorelles drohte der wunderbare Garten zu verwildern. Heute erblüht er wieder in alter Pracht:  Die Gartenoase ist mit Palmenhainen bepflanzt, mehrere Brunnen und Seerosenteiche bestimmen die Szenerie. Hier wachsen Bambusbäume, Kakteen, Wolfsmilchgewächse sowie Pflanzensorten aus allen Teilen der Welt. Im Garten befindet sich – in schrillem Blau – eine hübsche Villa im Art-Deco-Stil. Dieses Blau, des Malers Lieblingsfarbe, wird heute „Bleu Majorelle“ genannt. Inmitten dieses grünen Planeten blitzt das Gebäude auf wie ein blauer Komet in der „roten Stadt“. Viele Besucher aus Europa glauben, dass man sich so einen idealtypischen marokkanischen Garten vorzustellen habe. Dem ist keineswegs so. Im Gegenteil. Auf viele Marokkaner wirkt der Majorelle-Garten eher exotisch – wie eine typische Kreation aus dem Okzident. Was fehlt ihm denn, um ein echter marokkanischer Garten zu sein? Die klassischen marokkanischen Gärten haben eher eine Mehrwert-Funktion. Dort findet man auch eher Subsistenz- statt Zierpflanzen. Marrakeschs große, traditionsreiche Gärten verbanden Ästhetik stets mit Nutzwert. Aber das sollte dem Besucher egal sein. Er soll dort ja keine Äpfel pflücken oder Oliven ernten, sondern vor allem eins tun: umgeben von vollendeter Ästhetik der Natur für wenige Augenblicke die Ruhe genießen. Er soll sich in dieser Oase eine Auszeit nehmen von der Betriebsamkeit der Metropole und so Marrakesch entfliehen. So gesehen bietet der Majorelle-Garten mit seinen zahlreichen Zierpflanzen durchaus einen „Nutzwert“. 

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„Umgeben von vollendeter Ästhetik der Natur

für wenige Augenblicke die Ruhe genießen.“

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Info: Die schönsten Gärten in Marrakesch

CYBER PARC ARSAT MOULAY ABDESLAM
Das weitläufige Campusgelände im Stadtzentrum ist ein idealer Erholungsort. Seltene Pflanzen eines botanischen Gartens, Palmen und Orangenhaine laden zum Verweilen ein. Springbrunnen plätschern, auf den Parkbänken sind junge Paare ins Gespräch vertieft. Das Besondere: Die beschauliche Gartenanlage wurde als Cyber-Park angelegt und verfügt über offene PC-Terminals mit WLAN.

JARDINS DE L’AGDAL
Zitronenhaine, Teiche und Alleen prägen die ehemaligen Sultansgärten. Im 12. Jahrhundert wurden sie als Oasengärten angelegt, in denen Aprikosen und Orangen gedeihen. In unmittelbarer Nähe zur quirligen Medina herrscht hier eine angenehm stille, ländlich-abgeschiedene Atmosphäre.

LES JARDINS
DE LA MENARA
Etwas außerhalb der Medina und gut per Kutsche anzusteuern, wartet diese einmalige Gartenanlage mit großen Obstplantagen und Olivenhainen auf. Das berühmte Bassin dient bis heute als Reservoir eines ausgeklügelten Bewässerungssystems, das bereits in der Epoche der Almohaden-Dynastie im 12. Jahrhundert angelegt wurde. Der wunderschöne Pavillon stammt aus dem 19. Jahrhundert. Von seiner Terrasse hat man eine überwältigende Aussicht auf die schneebedeckten Gipfelketten des Hohen Atlas.

CAMP
STRANDBAD II

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