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GOLF TROPHY HASSAN ||
Spielplatz für Könner

Vor 43 Jahren wurde erstmals die Trophy Hassan II ausgespielt. Das Teilnehmerfeld war von Beginn an hochkarätig besetzt. Seitdem hat sich Marokko eine Führungsrolle im Golfsport erarbeitet. Die Golf Trophy Hassan II spielte dabei eine Schlüsselrolle. Das hoch dotierte Turnier ist heute Bestandteil der European Tour und Aushängeschild für das Land als attraktive Golfdestination.

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Text: KASBAH

Schon früh erkannte man in Marokko die Bedeutung des Golfsports für die touristische Entwicklung. Man setzte dabei auf die stärkste Trumpfkarte: Marokkos hervorragende klimatische Bedingungen. Während Golf in Europa praktisch nur im Sommer gespielt werden kann, ermöglichen Marokkos Wetterverhältnisse ein ganzjähriges Bespielen der Plätze. 1971 wurde die Golf Trophy Hassan II ins Leben gerufen. Gleich die erste Teilnehmerliste las sich wie das „Who is Who“ des internationalen Golfsports. Austragungsort war bis 2010 Rabat. Die Trophy Hassan II wurde auf dem legendären 45-Loch-Golfplatz Royal Golf Dar Es Salam nahe dem Königspalast durchgeführt. Dieser Golfplatz zählt zu den landschaftlich spektakulärsten und anspruchsvollsten Golfplätzen Afrikas. Er ist gesäumt von Korkeichen, Eukalyptusbäumen, Zypressen, Papyrus und Bananenstauden sowie von römischen Tempelsäulen aus der Ruine Volubilis. Das Turnier wurde viele Jahre von Amerikanern dominiert, zum Beispiel von Billy Casper. Seine – zweifellos talentierten – europäischen Konkurrenten wie Peter Townsend oder Jean Geraialde waren allenfalls schmückendes Beiwerk. Vom Gründungsjahr 1971 bis 1993 gab es lediglich drei nicht-amerikanische Siege. Der anspruchsvolle Parcours machte die Trophy Hassan II zunehmend bekannter und eröffnete Marokko auch weitere Perspektiven, den Golftourismus voranzutreiben. Dem sonnenverwöhnten und kulturreichen Land fiel das nicht schwer: Viele Golfplätze wurden in geradezu atemberaubenden Landschaften und am Rande aufregender Metropolen angelegt.

Seit 2011 wird die Trophy Hassan II in Agadir ausgetragen. Ganz bewusst wollte man das wichtigste Golfturnier des Landes in die Tourismusmetropole verlegen. Analog dazu findet seit 2010 die Atlas Protour statt, ein Qualifikationsturnier für die Trophy Hassan II, das im Winter auf verschiedenen Golfplätzen in Marokko stattfindet und offen für Spieler aus der ganzen Welt ist. Die besten Spieler qualifizieren sich für die Trophy Hassan II. Heute verfügt Marokko über 28 Golfplätze. Das Land hat ambitionierte Ziele: Bis 2015 sollen es 40 Golfplätze sein. Die Spieler, die einst an der ersten Golf Trophy Hassan II teilnahmen, werden sicherlich nicht erneut antreten. Aber auf den neu angelegten Golfplätzen im Land ließe sich bestimmt die eine oder andere schöne Partie spielen. 


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INTERVIEW MIT MARCEL SIEM
Der Titelverteidiger

Erstmals in der über vierzigjährigen Geschichte der Golf Trophy Hassan II hat ein Deutscher das anspruchsvolle Turnier gewonnen. Marcel Siem setzte sich gegen starke internationale Konkurrenz durch. Dieses Jahr möchte er seinen Titel verteidigen. KASBAH hat mit ihm gesprochen.

Herr Siem, rechnen Sie sich Chancen aus, die Trophy
Hassan II zu gewinnen? Sicher fliegt man mit der Absicht zur Trophy Hassan II, um den Titel zu verteidigen. Einfach wird es nicht, denn das Teilnehmerfeld wird, wie
im Vorjahr, von guten Spielern besetzt sein.

Welche Rolle spielt die Trophy Hassan II für Sie? Nach
meinem letztjährigen Sieg ist das jetzt natürlich ein besonderes Event für mich und zu dieser Jahreszeit ein wichtiger Bestandteil der European Tour.

Wie bewerten Sie den Parcours in Agadir im internationalen Vergleich mit anderen Plätzen? Der königliche Golfplatz ist ein wirklich anspruchsvoller Golf Course. Die Fairways und Grüns sind immer in einem perfekten Pflegezustand. Der Platz ist teilweise sehr eng, hier gilt es die Fairways zu treffen, um sich in eine gute Position zu bringen. Die Grüns sind perfekt zu putten. Ich kann sagen, der Platz gehört zu meinen Lieblingsplätzen.

Wäre Marokko nicht ideal, um sich ein „Wintertrainingslager“ einzurichten? Sicherlich würde sich Marokko durch seine klimatischen Verhältnisse als Wintertrainingslager anbieten. Die Golfplätze befinden sich auch in einem perfekten Pflegezustand. Momentan trainiere ich in Florida, weil ich dort optimale Platzbedingungen vorfinde. In Deutschland gibt es in den Wintermonaten wetterbedingt keine perfekten Trainingsmöglichkeiten.

Was ist Ihnen von der Trophy 2013 am stärksten in Erinnerung geblieben? Der letzte Putt zum Sieg und natürlich die Preisverleihung. Ich habe einen goldenen, mit Brillanten besetzten Säbel als Sieger-Trophäe bekommen. Das ist eine einmalige Trophäe auf der Tour. Sonst gibt es ja immer Pokale. Über den goldenen Säbel habe ich mich sehr gefreut.

Und über das Preisgeld bestimmt auch? Ja natürlich. Es
wurden insgesamt 1,5 Millionen Euro an Preisgelder ausgeschüttet.

Und was erhielt der Sieger? Eine Viertelmillion Euro.

Nicht schlecht. Warum sind eigentlich nicht – außer Ihnen und Martin Kaymer – mehr Deutsche unter den TOP-Golfern zu finden? So einfach wird man nun mal nicht zum Profigolfer. Die Bedingungen in Deutschland für einen Profigolfer sind nicht so einfach und das Leben auf der Tour ist auch nicht jedermanns Sache. Ich habe mit sechs Jahren angefangen Golf zu spielen und wusste schon mit 12 Jahren, dass ich Profi werden wollte.

Sie haben schon als Kind mit dem Golfspielen angefangen? Ja, andere Kinder waren auf dem Bolzplatz, ich auf
dem Golfplatz. Ich hatte nur eins im Kopf: Golfspielen. Wir wohnten nahe dem Golfplatz und so konnte ich jederzeit trainieren oder auf den Platz gehen. Außerdem hatte ich das Glück, in einer guten Jugendmannschaft früh Wettkampferfahrung zu sammeln. Mein Vater hat mich zudem stets unterstützt, er hat früh mein Potential erkannt.

Und woran hat Ihr Vater das erkannt? Ich hatte schon von Beginn an den nötigen Biss und nie aufgegeben. Stundenlang habe ich im Bunker gestanden und immer wieder den gleichen Schlag geübt, bis ich ihn perfekt konnte. Schwierige Situationen haben schon als Kind meinen Ehrgeiz herausgefordert. Ich wollte immer gewinnen. Also, schauen wir mal, wie das dieses Jahr so klappt…


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MAROKKOS GOLFPLÄTZE
In bester Lage

Großartige Landschaften, faszinierende Städte, malerische Küsten: Marokko ist für Golfer ein aufregendes Land – auch abseits des Platzes. Die Kunst liegt in der Entscheidung, wo Sie starten möchten: mit den beeindruckenden Klippen und weißen Städten an der Atlantikküste oder den faszinierenden Wüstenlandschaften und ockerfarbenen Ortskernen landeinwärts. Hier eine Auswahl.

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Text: KASBAH

GOLF IM ZENTRUM DER KULTUR

Royal Golf Dar Es Salam
Hier wurde um die Trophy Hassan II gespielt. Der von Robert Trent Jones entworfene Platz wurde 1971 eröffnet und bietet prachtvolle Fairways zwischen Palmen, Eukalyptusbäumen und Überresten aus der Römerzeit. Spieler wie Vijay Singh, Billy Casper, Santiago Luna, Payne Stewart, Colin Montgomery oder Nick Faldo haben sich hier schon einen Namen gemacht.
45-Loch-Platz, Roter Parcours Par 73−6702 m, blauer Parcours
Par 72−6220 m, grüner Parcours Par 32−2060 m

Royal Golf de Fes
Dieser Parcours wurde von Cabell B. Robinson entworfen. Er ist umgeben von einem bezaubernden Olivenhain und besitzt zahlreiche Hügel, Seen und gigantische Bunker, mit einer Volumengröße bis zu 1200 Quadratmetern. 18-Loch-Platz, Par 72, 6542 m
Royal Golf de Meknes
1969 eröffnet. Dieser Parcours strahlt mit seinen schönen Mauern, die das Klubhaus umgeben, sehr viel Charme aus und bietet einen herrlichen Blick auf die Minarette der Medina. Hier kann auch nachts gespielt werden: Flutlichtbeleuchtung! 9-Loch-Platz, Par 36, 2610 m

Royal Golf d’Anfa
Ein Parcours im Herzen Casablancas.
9-Loch-Platz, Par 35, 2700 m

Royal Golf d’El Jadida
Duftende Wälder und drei Löcher, mit Blick auf den Atlantik. 18-Loch-Platz, Par 72. 6226 m

Royal Golf de Benslimane
Viel reine und frische Luft im wunderschönen Wald zwischen Korkeichen und Eukalyptusbäumen.
27-Loch-Platz, Par 72 und 36, 6065 und 2990 m
Royal Golf de Mohammedia
An der Küste gelegen. Seitenwind! 1930 entworfen.
18-Loch-Platz, Par 72, 5870 m

Royal Golf Universitaire de Settat
Entspannender und akademischer Parcours!
9-Loch-Platz, Par 37, 3215 m

Golf de Bouznika Bay
Strand, Meer und Green! Flutlichtbeleuchtung nachts.
9-Loch-Platz, Par 35, 3040 m

 

GOLF AM MITTELMEER

Royal Golf de Tanger
Der Platz mit seinem unbestritten britischen Flair hat eine natürliche und authentische Ausstrahlung. Die Planung geht auf die Architekten Cotton und Pennink im Jahre 1914 zurück. Golfer werden sich von dem wunderschönen Aussichtspunkt im Klubhaus verlocken lassen: ein atemberaubender Blick auf das Green von Loch 5, dem höchsten Punkt des Parcours. Dort liegt einem das weiße Tanger zu Füßen. Der Parcours zieht sich durch Pinien- und Tannenbestände, vorbei an Eukalyptusbäumen.
18-Loch-Platz, Par 70, 6100 m

Royal Golf de Cabo Negro
Von Hawtree & Sons im Jahre 1976 entworfen und später von Cabell B. Robinson neu durchdacht. Der Parcours liegt am Hang des Rifgebirges mit Blick auf das Meer. Dichte Baumbestände, Dünen und Hügel ziehen sich durch diese blühende Golfanlage hindurch. Beeindruckend ist die wilde und endemische Vegetation mit Agaven und Mimosen. Diese Golfanlage ist das ganze Jahr hindurch geöffnet.
18-Loch-Platz, Par 72, 6834 m

 

GOLF BEI SONNENSCHEIN

Royal Golf d’Agadir
Das erste Loch wurde 1951 von einem Schotten namens Wilson gegraben. Die weiteren acht Löcher beendete dann Colonel Major Kamili. Die Strecke ist ein wunderschöner Spaziergang durch den aromatischen Duft von Tannen, Eukalyptusbäumen und Mimosen. Eine leichte, jodhaltige Brise erinnert an die unmittelbare Nähe des Atlantiks. Der Golfplatz ist das ganze Jahr hindurch geöffnet.
9-Loch-Platz, Par 36, 2934 m

Golf des Dunes
Drei verschiedene Parcours: Eukalyptus, Oued und Tamaris. Der Golfplatz wurde von Cabell B. Robinson 1991 gestaltet und ist für alle Spielstärken geeignet. Der Einstieg ins Spiel scheint sich einfach zu gestalten, der Parcours endet aber mit einem grandiosen Par 5, steigt zwischen den Bäumen an und fällt bis zum Klubhaus, hinter dem Loch 9, wieder ab. Dieser Abschnitt des Parcours ver-langt schon wahre Präzisionsarbeit.
27-Loch-Platz, Par 36 für alle, 3068 m, 3124 m, 3175 m

Golf du Soleil
1999 haben Muela und Courbin diese verschiedenen Parcours entworfen, die weitab vom Atlantik liegen: eine Atmosphäre einer blühenden und strahlenden Natur, die von Seen und Wasserfällen, Tamarinden, Eukalyptusbäumen und Bougainvilleen geprägt ist. Ein Spiel von Licht und Schatten. 36-Loch-Platz, Par 72, 6100 m

 

GOLF AM FUSSE DES ATLASGEBIRGES

Royal Golf de Marrakech
Hier haben schon viele berühmte Persönlichkeiten wie Winston Churchill, Lloyd George, Eisenhower u. a. ihr Können unter Beweis gestellt. Arnaud Massy, der wohl beste Golfspieler aller Zeiten, genoss hier oft den Blick auf die mit Schnee bedeckten Gipfel des Atlasgebirges, und die zauberhafte Umgebung mit ihren Zypressen, Palmen, Oliven-, Orangen- und Aprikosenbäumen. In den 1920er- Jahren malte er sogar ein Bild von diesem idyllischen Ort. Vor Kurzem wurde der Parcours auf 27 Löcher erweitert. 18-Loch-Platz, Par 72, 5888 m

Golf d’Amelkis
Am Fuße des Atlasgebirges gelegen. Sein Name ist auf die Königin eines Berberstamms zurückzuführen. Der Platz wurde von Cabell B. Robinson entworfen und 1995 eingeweiht. Mit dem Atlasgebirge im Hintergrund ist dieser Platz ein sehr beliebter und spektakulärer Parcours.
18-Loch-Platz, Par 72, 6657 m

Palmeraie Golf Club
Der große Robert Trent Jones entwarf diesen Parcours im Jahre 1992: verschneite Gipfel des Hohen Atlas im Hintergrund, wunderschöne Seen, Fairways, Greens und Bunker − die perfekte Harmonie zwischen Golf und Natur. Dank der unterschiedlichen Greens finden hier Spieler aller Handicaps ihr Glück.
18-Loch-Platz, Par 72, 6200 m

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