MEDINA

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LETZTE AUSFAHRT MITTELALTER

In vielen Städten und Regionen Marokkos hält die Moderne Einzug. Wie sieht es in Fes, im spirituellen Herzen des Landes aus? Ihre Medina – die größte der Welt – liefert den Besuchern ein Feuerwerk an Eindrücken. Willy Vlodaceck hat sich zu einer Bilderreise nach Fes aufgemacht und erhielt tiefe Einblicke in das mittelalterlich anmutende Leben der Stadt.

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Text: KASBAH – Fotos: Willy Vlodaceck

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Das Tor Bab Boujeloud 1913 im maurischen Stil erbaut, ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Es besteht aus drei hufeisenförmigen Bögen und ist reich verziert. Es bildet die Grenze zwischen Fes-el-Bali und Fes-el-Djedid.

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Die schmale Gasse ist gerade breit genug für einen Eselskarren. Sonnenstrahlen fallen auf brüchige Fassaden alter Häuser und werfen lange Schatten. Die Farben variieren von braun bis ocker, von orange bis gelb. Es geht Treppen hinunter, an öffentlichen Brunnen entlang, deren Kacheln detailreich mit unzähligen Ornamenten verziert sind. Vorbei an aufwändig gearbeiteten Eingangstüren, die mit wunderschönen Messingbeschlägen versehen sind. Schließlich mündet die Gasse in eine Straße. Ein Streifzug durch die Medina von Fes ist ein großartiges, einmaliges Erlebnis, das man ein Leben lang nicht vergessen wird.

Fes ist die älteste der Königsstädte und für viele Besucher die eindrucksvollste marokkanische Stadt überhaupt. Fes, bis 1912 Hauptstadt, hat die älteste Universität der Welt und ist heute noch das geistige und kulturelle Zentrum, das spirituelle Herz des Landes. Die Millionenstadt wird oft als geheimnisvoll, rätselhaft, fremdartig und exotisch beschrieben. Genau genommen trifft das nur auf einen einzigen Stadtteil zu: Fes elBali – die Medina von Fes. Wer sich dorthin begibt, fühlt sich mit einem Schlag aus der Moderne ins Mittelalter versetzt. Autos und Motorräder dürfen in die orientalische Altstadt nicht hinein. Sie hätten in den engen Gassen ohnehin keinen Platz. In der größten Medina Nordafrikas sind Esel noch das einzige Transportmittel. Ein Rundgang durch die Medina erinnert etwas an eine Schnitzeljagd auf einer kurvenreichen Fußgängerzone. Die Orientierung fällt viel leichter als man glauben mag. Überall sind Wegweiser und Hinweise angebracht. Die Medina von Fes ist heute regelrecht „ausgeschildert“. Wer dennoch die Stadt nicht alleine entdecken möchte, dem bieten sich „guides“, staatlich zugelassene Stadtführer an. Ohne Lizenz geht da nichts, denn die Strategien des neuen Tourismusprogramms schreiben vor, dass ausländische Besucher sicher und entspannt durch die Altstadt geführt werden sollen. Darauf wird auch penibel genau geachtet. Für die Touristen ist das gut. Denn auf diese Weise können sie sich „gut unterhalten“ lassen.

Die Stadtführer mit der Lizenz zum Geschichten erzählen kennen sich nämlich nicht nur gut aus in der Medina, oft sind sie witzig und kennen etliche Anekdoten – auch auf Deutsch! Auf diese Weise macht ein Streifzug durch das „Mittelalter“ richtig Spaß und man kann sich voll und ganz auf die spektakulären Highlights der Stadt konzentrieren. Und da wären einige zu nennen: Höhepunkt eines Besuchs der Medina ist sicherlich das Gerberviertel – von den Dachterrassen der Lederwarengeschäfte lassen sich die Färbereien am besten überschauen; das berühmte Tor Bab Boujeloud, Wahrzeichen der Stadt; der Tischler-Souk; die Medersa Bou Inania, bedeutendste Koranschule des Landes; die Merinidengräber, imposante Ruinen ehemaliger Kuppelbauten aus dem 14. Jahrhundert sowie die Karaouine-Moschee, die älteste Universität der Welt.

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