REISEN MIT KINDERN

REISEN MIT KINDERN

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SPIEL OHNE GRENZEN

Marrakesch – das ist Kultur, Party und Genuss. Aber die meisten wissen nicht, dass sich vor den Toren der Metropole ein atemberaubender Abenteuerspielplatz befindet. Die Spiel- und Sportmöglichkeiten sind nahezu grenzenlos. Terres d’Amanar ist der perfekte Freizeitpark für kleine und große Kinder. KASBAH hat zwei Familien und ein Paar zum Austoben nach Terres d’Amanar geschickt. Hier ihre Eindrücke.

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Text und Fotos: Sven Kämmerer 

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Michel, seine Frau Nathalie und ihre drei Kinder aus Brüssel:
Wir waren zum ersten Mal in Marokko. Von Brüssel aus ging es mit dem Flugzeug nach Marrakesch, von dort sind wir für zwei Tage nach Essaouira gefahren. Danach waren wir drei Tage in Terres d’Amanar und zurm Schluss noch einmal in Marrakesch. Meine Frau hatte den Urlaub geplant. Sie hat versucht, die Reise so zu gestalten, daß sie für alle interessant ist: die Kinder und uns. Wir hatten von Terres d’Amanar voher noch nichts gehört, und meine Frau hatte sich überhaupt nicht in die Karten blicken lassen. Es war eine großartige Überraschung: Das Gelände ist traumhaft und es werden wirklich viele Aktivitäten angeboten.

Am ersten Tag waren wir im Accro Parc. Wir haben tiefe Schluchten auf Hängebrücken und mit Seilzügen überquert – was für ein Erlebnis! In unserem Alter hat man ja etwas Respekt davor. Aber man braucht keine Angst zu haben, denn man ist wirklich gut gesichert: In dem Sicherheitsgurt, den man an der Taille und um das Gesäß trägt, fühlt man sich wie auf einem Stuhl. Außerdem wird man immer von zwei Personen begleitet, einer vorn, einer hinten. Wenn man mit dem Seilzug fährt, streckt man die Beine nach vorn, wird leicht angeschoben und hopp, rutscht man auf die andere Seite. Keiner von uns hatte da Angst. Im Gegenteil: Ist man erstmal in der Luft, traut man sich auch, nach rechts und links zu sehen. Die Landschaft ist wirklich beeindruckend. Wir hatten sogar eine Kamera dabei und haben gefilmt: diese rote Erde, die Kakteen! Als wir zurückkamen, waren wir erstmal im Pool baden. Das Wasser war zwar etwas kalt, aber mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund ein einmaliges Erlebnis! Wir haben das jeden Tag gemacht.

Das Frühstück im Berberzelt haben wir auch sehr genossen, eine sehr schöne Atmosphäre. Mittags haben wir à la Carte gegessen, zum Beispiel Tajine. Abends gab es ein Buffet. Ich würde nächstes Jahr sehr gerne wieder nach Marokko fliegen. Die Leute sind unglaublich nett, die Landschaft ist wunderschön. Die Reise hat uns allen sehr gut gefallen!

Beine hoch und hopp: schon ist man in der Luft und rutscht
auf die andere Seite. Ein großartiges Erlebnis: Die
Landschaft ist wirklich beeindruckend!

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Man läuft über eine Hängebrücke, die aus Stahlseilen und Holzbrettern besteht. Gesichert ist man durch einen Klettergurt. Während des Laufens hält man sich an Seilen rechts und links fest. Der Klettergurt wird durch einen Karabinerhaken an einem der Seile befestigt. Die Holzbretter sind nicht alle ganz akkurat platziert. Aber das macht das Abenteuer aus. Die Brücke wackelt, wenn man darübergeht. Wir waren alle fünf wirklich beeindruckt, vor allem meine Frau und ich.

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Valérie und ihr zehnjähriger Sohn Thomas aus Brüssel:
Ich war schon sehr oft in Marokko. Im Drâatal habe ich ein Zeltprojekt aufgebaut und war dort oft im Urlaub. Ursprünglich wollte ich wieder dahin reisen, da ich dort noch viele Leute kenne. Aber dann habe ich von Terres d‘Amanar gehört, dem Freizeitpark unweit von Marrakesch. Schnell und einfach zu erreichen, gerade für Urlaub mit Kindern optimal!

Wir sind vier Tage in Terres d‘Amanar geblieben. Unser Tag lief so ab: Um neun Uhr haben wir im Berberzelt gefrühstückt. Thomas hat meistens Omelette und Brot mit Honig gegessen. Danach haben wir immer etwas unternommen. Ich wollte, dass Thomas jeden Tag eine neue Aktivität ausprobiert. Das hat wunderbar funktioniert. Er war im Accro Park, ist mit dem BMX-Rad auf einem Spezialparcours gefahren und geritten. Auf einem sehr ruhigen Pferd wurde er zwei Stunden lang durch das ganze Areal von Terres Amanar geführt. Thomas wurde wirklich verwöhnt! An einem Tag haben wir eine sechsstündige Trekkingtour gemacht – das war einmalig! Wir waren mit einem Begleiter im Tal unterwegs, sind durch kleine Dörfer in den Canyon gegangen und haben die Familie un-seres Begleiters besucht, der erst vor kurzem Vater geworden war. Mittags haben wir an einem Fluss gepicknickt. Unser Begleiter hatte Salate, Kartoffeln, marokkanisches Brot und Tajine dabei – einfach lecker.

Eigentlich hatte ich ja vor, einen Tag nach Marrakesch zu fahren. Aber wir haben uns in Terres d‘Amanar so wohl gefühlt, dass wir die ganze Zeit dort geblieben sind. Die Region ist landschaftlich wunderschön: die rote Erde, diese Canyon-Landschaft! Wir waren letztes Jahr in den Vereinigten Staaten – Marokko muss sich dahinter wirklich nicht verstecken! Wir wurden in Terres d’Amanar sehr freundlich aufgenommen und waren außerdem den ganzen Tag beschäftigt. Ich war mit Thomas allein hier, weil meine anderen Kinder zu dieser Zeit ein Praktikum gemacht haben. Im nächsten Jahr möchten wir unbedingt wiederkommen. Dann aber mit der ganzen Familie und mit unseren Freunden.

Ich wollte, daß Thomas jeden Tag eine neue Aktivität
ausprobiert. Das hat wunderbar funktioniert! Er war im
Accro Park, ist geritten und BMX-Rad gefahren.

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Im Accro Parc hat Thomas wirklich alles ausprobiert: die Kletterwände, die Affenbrücken, Seilzüge. Er hat den ganzen Parcours absolviert, ist durch Schläuche gekrochen, über Hängebrücken gelaufen und auf Bäume geklettert! Ich fand die Seilzüge für Kinder schon beeindruckend. Angst braucht man keine zu haben, die Sicherheit ist immer gewährleistet. Die Landschaft ist wunderschön, wie ein Canyon in Amerika!

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Céline und Toni, beide 37, aus Frankreich:
Seit vier Jahren bin ich jährlich mit Freunden in Marokko reiten. Bisher waren wir in der Nähe von Ouarzazate auf einem Reiterhof. Seit einiger Zeit hat dieser Hof auch einen Ableger in Terre d‘Amanar. Ich wollte schon immer, dass Toni das kennenlernt. Außerdem ist er schon lange nicht mehr geritten, daher bot sich das an. Wir wollten unseren Urlaub in der Natur verbringen: eine Woche richtig abschalten, die Ruhe genießen und entspannen.

Zur Übernachtung hatten wir ein Appartement-Haus gebucht. In Terre d‘Amanar gibt es aber auch sehr schöne Berberzelte, in denen man schlafen kann. Ich fand diese Idee sehr reizvoll, mal etwas anderes. Wir haben das ausprobiert und waren so begeistert, dass wir dort geblieben sind. Ein bisschen hat mich das an Wandertouren erinnert, die wir früher mit Freunden gemacht haben. Damals übernachteten wir auch in Zelten. Man fühlt sich wie in einem Biwak, der Natur sehr nahe. Morgens haben wir dann einen schönen Spaziergang zum Restaurant gemacht und gefrühstückt.

Gegen 10 Uhr waren wir bei den Pferden. Wir haben uns mit Abdul, unserem Reitlehrer, über das Tagesprogramm unterhalten. Ich kannte ihn schon von früher – er ist wirklich ein sehr kompetenter Lehrer! Dann sind wir ausgeritten. Manchmal waren wir den ganzen Tag unterwegs. Wir sind nach Asni geritten und haben viele Wege und Landschaften erkundet: Berge, Wälder, Flüsse, Dörfer. Es war Frühling, alles blühte. Traumhafte Natureindrücke, wir haben tolle Panoramablicke genießen können! Gegen 17 Uhr waren wir spätestens wieder zurück. Nach einem ganzen Tag ist man richtig geschafft. Toni ist ja seit 20 Jahren nicht mehr geritten. Deswegen hat er sich auch mal einen Tag Auszeit genommen. Ich reite alle sechs Monate für eine Woche sehr intensiv. Ich muss zwar auch erst etwas trainieren, bin allerdings mehr daran gewöhnt als er. Im Gelände ist man nicht so schnell unterwegs, geht meistens Schritt.

Wir haben viele neue Wege und Landschaften entdeckt:
Berge, Wälder, Flüsse, Dörfer. Es war Frühling, alles Blühte.
Wir konnten tolle Panoramablicke geniessen!

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Die Pferde – Berberpferde und Araber – sind nicht so groß, etwa 1,70 Meter, das ist angenehm. Sie sind robust und agil, haben einen sicheren Tritt und sind an das Gelände gewöhnt. Sie haben kein Problem damit, auf schrägen oder steinigen Untergründen zu laufen. Mit ihnen kann man in der Region um Terre d‘Amanar wirklich wunderschöne Reitausflüge machen.


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Manchmal haben wir den abend zu zweit an unserem
Berberzelt verbracht. Wir hatten das Gefühl, dass
die Sonne nur für uns untergeht – einfach traumhaft.

Aber anstrengend ist das auch! Ich hatte immer dasselbe Pferd namens ‚Taje‘: sehr lieb, folgsam und angenehm zu reiten. Für einen Tag bekam ich ein anderes, eigensinnigeres, das war schwieriger zu beherrschen. In so einem Fall sollte man sich einfach an die Tipps des Reitlehrers halten. Der kennt die Tiere genau und weiß, wie man mit ihnen umgeht.

Nach dem Reiten gingen wir zu unserem Zelt, haben geduscht und uns erstmal etwas entspannt. Abendessen gab es später im Restaurant in einem Berberzelt: Dort war ein großes Buffet mit marokkanischen Spezialitäten aufgebaut. Manchmal fand das Abendessen auch in einem kleinen Salon mit vier Tischen und einem Kamin statt. Eine sehr schöne Atmosphäre! Eine Spielecke für die Kinder gab es dort auch. Danach wurde immer ein Lagerfeuer gemacht. Dort konnte man den Abend in aller Ruhe mit anderen Gästen ausklingen lassen und hatte außerdem einen wunderschönen Ausblick auf die Umgebung, sogar bis nach Marrakesch. Manchmal haben wir den Abend auch zu zweit an unserem Berberzelt verbracht. Wir konnten den Sonnenuntergang wunderbar beobachten – wir hatten das Gefühl, dass dieses traumhafte Naturschauspiel einfach nur für uns da ist. Dazu ein Gläschen marokkanischen Roséwein, schöne Gespräche, etwas scrabbeln – was will man mehr?

In Terre d‘Amanar fühlt man sich wie in einer anderen Welt: abseits der Hektik der Großstädte, in der Ruhe und Abgeschiedenheit der Natur. Wir vergaßen unsere stressige Arbeit, den Alltag und konnten einfach wunderbar entspannen. Wir hatten die ganze Zeit tolles Wetter!

Außerdem war alles hervorragend organisiert. Die Mitarbeiter waren kompetent und stets sehr freundlich. Wir wurden vom Flughafen abgeholt und wieder hingebracht. Übrigens: Auch den Tieren ging es wirklich gut. Die Pferde werden dort erstklassig gepflegt. Es war alles in allem ein sehr schöner Urlaub – wir werden im nächsten Jahr auf jeden Fall wiederkommen!

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In Terre d‘Amanar kann man nicht nur in Appartement-Häusern übernachten, sondern auch in geräumigen und wunderschönen Berberzelten. Man fühlt sich wie in einem Biwak, der Natur sehr nahe. Das Gelände ist sehr groß, wir waren dort fast die einzigen und haben die Ruhe sehr genossen. Zum Restaurant haben wir immer einen schönen Spaziergang gemacht. Dort war immer ein Buffet mit lokalen Gerichten aufgebaut – sehr lecker!

Info: Reisen mit Kindern

FLUG
Ein Direktflug ist von Deutschland nach Marokko etwa 3 bis 4 Stunden unterwegs. Das ist problemlos mit Kleinkindern machbar. Flugverbindungen, die ein Umsteigen erforderlich machen, sollte man Kleinkindern nicht zumuten.

UNTERKÜNFTE
Die großen Hotels verfügen über eine gute Infrastruktur für Kinder. Hotels und Riads verfügen in der Regel über Kinderbetten. Familien, die in einem Riad wohnen möchten, sollten darauf achten, dass die Zimmer nicht zu klein sind.

GESUNDHEIT
Kleinkinder müssen gegen Sonneneinstrahlung geschützt sein. Für die Milch- oder Breizubereitung sollte man Mineralwasser verwenden. Durchfallerkrankungen lassen sich so vorbeugen. Das marokkanische Mineralwasser ist überall erhältlich. Notfall Ist ein Arzt vonnöten, kann sehr schnell und unkompliziert geholfen werden. Hotels und Riads verfügen meist über Adressen von Ärzten, mit denen sie zusammenarbeiten. Nach dem Anruf kommt der Arzt in der Regel in kürzester Zeit ins Haus. Eine Konsultation kostet etwa 50 Euro. Der Betrag muss bar bezahlt werden. In den größeren Städten gibt es Notdienst-Apotheken, die nachts geöffnet haben.

WINDELN UND BEIKOSTNAHRUNG
Wegwerfwindeln findet man in jeder Medina und an jedem Kiosk. Beikostnahrung und Hygieneartikel für Babys hingegen sind nur in den großen Supermärkten wie Marjane, Carrefour oder Acima erhältlich. Diese großen, gut sortierten Supermärkte gibt es in allen größeren Städten. Die Beikostnahrung kostet etwa dasselbe wie bei uns.

REISEN IM LAND

Wer sich unterwegs Zeit nimmt, vermeidet Stresssituationen. Je stressfreier der Ablauf, desto entspannter sind die Kinder. Wichtig sind stets geregelte Abläufe: schlafen, essen, reisen – am besten immer zur gleichen Uhrzeit. Wechselnde Orte hingegen sind für Kleinkinder kein Problem. Der emotionale Fixpunkt ist durch die permanente Nähe der Eltern ohnehin gegeben. Keine langen Autofahrten und sehr oft Pause machen!

UNSER FAZIT
„Wir haben aus Marokko sehr vielfältige, wunderschöne Eindrücke mitgenommen. Es ist ein enorm vielfältiges Land, in dem wir uns stets wohl, willkommen und sicher gefühlt haben. Auch die Befürchtung, dass unsere Kinder mal krank werden könnten oder das Essen nicht vertragen würden, hat sich nicht bestätigt. Wir werden bestimmt wieder hinfahren – es gibt für uns in Marokko noch sehr viel zu entdecken!“

MEDINA
STRANDBAD I

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