STRANDBAD II

STRANDBAD II

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No sports, no fun in
AGADIR

„Mein Sohn liebt das Surfen“, berichtet Heather Cowper. „Deswegen war es auch nicht so einfach für uns, einen geeigneten Urlaubsort zu finden. Wir haben alle unterschiedliche Interessen.“ Familie Cowper ist zu fünft. Über Ostern wollte Heather mit ihrem Ehemann und den Kindern dem typisch englischen Wetter entfliehen.

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Fotos: Heather Cowper / Text: KASBAH

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Irgendwohin. Hauptsache warm. „Meine Tochter wollte unbedingt baden, der eine Sohn wollte wandern und der andere surfen. Mein Mann wollte nur seine Ruhe. Anfangs hatten wir wirklich keinen Plan, wohin“, sagt Heather. Der entscheidende Hinweis kam dann von einer Arbeitskollegin: „Fahr doch mal nach Agadir!“ Sie hatte schon oft in Marokko Urlaub gemacht und stets vom Land geschwärmt. „Agadir wäre perfekt für euch!“, schwor sie. Die Cowpers sind dann tatsächlich nach Agadir geflogen. Vier Stunden waren sie unterwegs. Mit 300 Sonnentagen hat Agadir ganzjährig Saison. Direkt vor der Küste des Seebades fließt der Kanarenstrom. Er beschert der Stadt im Sommer wie im Winter angenehme Temperaturen. Hier wird es nie kalt und nie sehr heiß. Auch das Meer ist praktisch das ganze Jahr über perfekt temperiert. Die Top-Adresse für Badeurlauber hat sich in den letzten Jahren gewissermaßen neu erfunden und mächtig herausgeputzt. Luxuriöse Hotels wurden gebaut, erstklassige Restaurants, trendige Diskotheken, Cafés und Nachtclubs eröffnet. Elegante Boutiquen laden zum Shoppen ein. Als große Familie wollten die Cowpers alle in einer Unterkunft zusammenbleiben und dennoch viel Platz haben. Sie haben deshalb entschieden, ein Apartment zu buchen. In der nördlich gelegenen Nachbarbucht von Taghazout sind sie fündig geworden. Taghazout ist noch sehr ursprünglich. Ein beschauliches Dorf, fast ein Geheimtipp. Zum Shoppen sind die Cowpers dann nach Agadir gefahren. Während die meisten Besucher, die in Agadir Urlaub machen, lediglich einen Abstecher ins beschauliche Taghazout unternehmen, machten es die Cowpers genau umgekehrt.

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„Während meine Familie tagsüber surfen war, habe ich mich derweil am Strand erholt. Meistens in einem der Cafés, die direkt am Strand liegen. Ich habe Salat gegessen, mal einen frisch gepressten Orangensaft getrunken und mir das ganze Treiben am Strand angesehen. Spannend wurde es jedes Mal, wenn die Fischer mit ihren Booten mit dem Fang an den Strand zurückkamen. Der Fisch wurde bereits kurze Zeit später an den kleinen Ständen im Ort verkauft.“

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„Taghazout ist touristisch noch nicht wirklich entwickelt, eher ein charmantes Fischerdorf mit vielen Surfschulen.“

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„In dem ersten ‚Pool‘ kann man baden, auf den Felsen sitzen und von den Felsen ins Wasser springen. Läuft man ca. 15 Minuten weiter flußaufwärts, erreicht man einen zweiten tiefen, dunkelblauen Pool. Dort kann man ebenfalls schwimmen oder von den umliegenden Felsen hineinspringen. Dieser kleine See ist noch schöner als der erste.“
Heather

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Ein „echtes“ Ausflugsziel im Umland – sowohl von Agadir als auch von Taghazout aus – sind die berühmten Wasserfälle von Imouzzer, bekannter unter dem Namen „Paradise Valley“. Dieses Tal macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Die canyonartige Schlucht mit Arganien und Olivenbäumen – ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet – ist atemberaubend. Man erreicht das Paradise Valley nach einer Stunde Fahrt. Von Agadir und Taghazout aus werden geführte Gruppenausflüge organisiert. Die Cowpers haben eine solche Tagestour gebucht. Die Fahrt kostete 250 Dirham pro Person. „Man fährt zunächst landeinwärts in Richtung Gebirge an den Ausläufern des Hohen Atlas vorbei, die Landschaft wird felsiger, trockener.Am ‚Eingang‘ zum Paradise Valley stellt man das Auto auf einem Parkplatz ab und von dort geht es dann zu Fuß weiter,“ berichtet Heather. Die Cowpers überquerten kleine Flüsse. Ab und an trafen sie andere Gruppen, vor allem junge Leute aus Taghazout, die auch diesen Ausflug gebucht hatten. „Auf dem Weg zu den Wasserfällen kamen wir an mehreren kleinen Open-Air-Cafés vorbei. In einem dieser hübschen Cafés haben wir gefrühstückt: Tee, Orangensaft, Brot, Honig und ‚Amlou‘, eine Paste aus Honig, Mandeln und Arganöl, das ja aus dieser Region stammt.“ Gut gestärkt sind die Cowpers dann immer tiefer in die Schlucht eingetaucht, stets am Fluß entlang, der durch das ganze Tal fließt. Im Frühling führt der Fluß wegen der Schneeschmelze in den Bergen besonders viel Wasser. Langsam, aber sicher kamen die Cowpers ihrem Ziel immer näher. „Wir erreichten schließlich mehrere Seen, gewissermaßen natürliche Swimmingpools. Drei Seen waren besonders eindrucksvoll“, erzählt Heather. Während einige Mitglieder der Gruppe am zweiten See verblieben, wanderte Heather mit ihrer Familie weiter. Nach 15 Minuten Fußmarsch kamen sie schließlich an einem dritten See an. Am Ende – ein Wasserfall. „Welch ein magischer, traumhafter Ort in the middle of nowhere, es war fantastisch!“ Während ihrer Wanderung durch das Paradise Valley sind die Cowpers später immer wieder an kleineren Seen vorbeigekommen. „Wir werden diesen Urlaub nie vergessen“, erzählt Heather und gerät ins Schwärmen. Sie hört sich schon an wie ihre Arbeitskollegin. 


Info: Agadir und umgebung

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WEITERE INFOS
HEATHERS BLOG
www.heatheronhertravels.com/surfing-in-taghazout-morocco

ALTE KASBAH
AGADIR
Auf einem 236 Meter hohen Hügel direkt vor der Stadt befinden sich die Ruinen der alten Kasbah von Agadir. Die Aussicht vom Hügel hinunter auf die Stadt und die Bucht ist spektakulär, besonders zur blauen Stunde und spätabends.

MEDINA VON AGADIR
AGADIR
Zehn Kilometer südlich von Agadir befindet sich das architektonische Meisterwerk einer nachgebauten Medina. Sie beherbergt traditionelle Kunsthandwerkstätten und ein sehenswertes Freilichtmuseum.

MARINA VON AGADIR
AGADIR
Agadir ist seit einigen Jahren um eine Attraktion reicher: der beschauliche Jachthafen, die „Marina“. Hier liegen Jachten und hochklassige Segelboote vor Anker. Der Hafen lädt zum Bummeln und Shoppen ein. In den Erdgeschossen der Apartmentgebäude befinden sich Cafés, Restaurants, Eisdielen sowie Sport- und Bekleidungsgeschäfte internationaler Marken.

DER GROSSE SOUK
AGADIR
Der große Markt liegt südöstlich des Zentrums. Besonders lohnenswert ist der Besuch am Samstag.

NACHTLEBEN
AGADIR
Agadir hat ein reges Nachtleben. Wer die Nacht zum Tage machen möchte, kommt in den luxuriösen Hotels, Restaurants, Bars und Diskotheken voll auf seine Kosten.

VALLEE DES OISEAUX
AGADIR
Inmitten der Stadt befinden sich neben Grünanlagen und einem schönen zoologischen Garten mehrere interessante Vogelgehege mit exotischen Vogelarten. Sehenswert.

KARAWANENSTADT
GUELMIN
Südlich von Agadir befindet sich die alte Handelsstadt Guelmin. Im 19. Jahrhundert war Guelmin eine bedeutende Station auf der Karawanenroute zwischen Nord- und Schwarzafrika und besaß einen riesigen Kamelmarkt. Jährlich wurden hier über 20 000 Kamele verkauft. Der einstige Glanz der alten Karawanenstadt lässt sich bei einem Bummel noch heute nachspüren. Wer Zeit hat, sollte nach Guelmin einen Tagesausflug unternehmen.

FESTUNGSSTADT
TAROUDANT
Im Landesinneren, vor den Toren Agadirs, befindet sich die uralte Festungsstadt, die für ihre lebendigen Marktplätze berühmt ist. Ob ziselierter Silberschmuck, Dolche, Felle, Teppiche, Stoffe, Kräuter oder Orangenblütenparfum: Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Taroudant ist ein Paradies für Souvenirjäger und wird nicht ohne Grund „Klein-Marrakesch“ genannt. Beeindruckend sind auch die Architektur der Stadt sowie das Umland: Taroudant ist von einer kilometerlangen, sechs Meter hohen Mauer umgeben. Rings um die Stadt erstrecken sich hübsche Oliven- und Orangenhaine.

SURFERPARADIES
SIDI IFNI
Malerisch zieht sich der kleine, etwas melancholisch wirkende Badeort oberhalb eines schönen, acht Kilometer langen Sandstrandes entlang. Sidi Ifni versprüht eine ganz eigene, charmante Atmosphäre. Ein echter Geheimtipp. Die bei Surfern bekannte Stadt mit ihrem besonderen europäisch-afrikanisch-orientalischen Flair blieb bislang vom Massentourismus verschont.

NATURWUNDER
STRAND VON LEGZIRA
Etwa 30 Kilometer nördlich von Sidi Ifni befindet sich der Strand von Legzira. Starker Wind, mächtige Wellen und große Hitze haben ihre Spuren hinterlassen und eindrucksvolle Naturdenkmäler geformt. Riesige Felstore strahlen in der Abendsonne in starken Farben.

AUSZEIT
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