ROADBOOK

ROADBOOK

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DURCH DIE WÜSTE

Eine Abenteuerreise durch den Süden Marokkos
Hoher Atlas Erg Chebbi DjebelSaghro

Auf dem Programm stand Wüste: Genauer gesagt, Berg-, Sand- und Steinwüste. Giovanni Pisu und Klaus Kopelkert hatten eine besonders abwechslungsreiche Tour durch atemberaubend schöne Landschaften ausgearbeitet. Die spektakulären Kulissen waren stellenweise nicht einfach zu erreichen. Aber mit dem Kasbah-Mobil waren die beiden gut gerüstet. Die Arbeitsteilung der beiden war klar geregelt. Giovanni fährt und Klaus fotografiert. Auf diese Weise entstanden wunderschöne Momentaufnahmen von abgelegenen Dörfern und isolierten Tälern, besonders im Hohen Atlas und rund um den Djebel Saghro. In der Wüstenstadt Rissani trafen die beiden den Nomaden Ali. Gemeinsam schlenderten sie durch die Souks, durchstreiften die umliegenden Oasen und brachen in die Wüste auf.

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Fotos/Text: Klaus Kopelkert 

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Von demnate nach Skoura

Wir wollen in die Wüste und verlassen die idyllische Palmeraie von Marrakesch. Für den Weg nach Süden haben wir uns entschieden, diesmal nicht über den Tizi n’Tichka-Pass zu fahren. Stattdessen nehmen wir die Route über Demnate, das Tessaout-Tal, Assermo und schlussendlich Skoura. Eine für uns, aber wohl auch für viele Globetrotter, unbekannte Strecke. Die Fahrt durch diesen Teil des Hohen Atlas dauert wesentlich länger als über den

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Tichka’, ist aber ungleich schöner. Diesmal sind wir gewissermassen mittendrin, statt nur dabei, denn Die schneebedeckten Berge sind zum Greifen nah. Immer wieder treffen wir auf Nomaden mit ihren Ziegen- und Schafherden, die durch eine karge, aber auch reizvolle Landschaft Umherziehen. Die Menschen freuen sich, wenn sie uns sehen. Sie sind hilfsbereit, wenn wir bei Abzweigungen nach dem Weg fragen. Die bescheidene Art und Zufriedenheit der hier lebenden Menschen macht uns nachdenklich.

HINTER DEM HORIZONT GEHT ES WEITER

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ZWISCHEN DEMNATE UND TOUFRINE

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Mit ali auf Streifzug…

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Tafilalet: In der Wüstenoase Rissani

In Rissani treffen wir uns Mit Ali. Er ist hier geboren und kennt die Gegend wie seine Westentasche. Er zeigt uns die Souks der Oasenstadt, die sich am Rande des Erg Chebbi befindet, des grössten Sanddünengebiets in Marokko. Rissani hat etwa 10.000 Einwohner. Kaum zu glauben, dass eben hier einst die legendäre und mächtige Karawanenstadt ‘Sijilmassa’ beheimatet war. In Das sagenhaft reiche Handelszentrum war ein Verkehrsknotenpunkt für Karawanen aus Nord und Süd. Hier wurden Waren aus dem entfernten Timbuktu und aus Europa gehandelt. Heute versanden die Ruinen der einst mächtigen Stadt.

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durch die Souks


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Den Karawanenhandel ersetzt nun der Tourismus. In dem kleinen Wüstenort Merzouga, 40 Kilometer weiter südlich, können Reisende Abenteuerluft schnuppern. Merzouga war noch vor zwei Jahrzehnten ein Dorf mit nur wenigen Lehmbauten. Mittlerweile ist der Tourismus eingezogen. der ort hat sich entwickelt und auf den Wüstentourismus eingestellt. Am Rande der Dünen entstanden zahlreiche schöne Herbergen im traditionellen Kasbah-Stil, wo es sich herrlich abschalten lässt. Die Hoteliers organisieren auch Kamelausritte in zusammengestellten Karawanen. Die Zeiten ändern sich eben.

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DIE VERGESSENEN OASEN DES TAFILALET

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Trekking mal anders

Wir sind hier mit dem Rad unterwegs, und das nicht ohne Grund: Das Tafilalet gilt als Marokkos grösstes Oasengebiet. Rund um den Erg Chebbi gibt es zahlreiche kleine Oasen mit unzähligen Gärten, die es zu erkunden gilt. Immer wieder faszinierend ist, wie die Menschen es schaffen, ihre Oasengärten mit den als ,Foggaras’, bekannten Bewässerungssystemen zu kultivieren. ein wunderbarer Ausflug.

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DURCH DIE WÜSTE

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Dünensurfen im erg Chebbi

Nachmittags fahren wir in den erg hinaus. Das Licht bei Sonnenuntergang ist fantastisch. Mit dem Kasbah-Mobil können wir Dank Allrad, untersetztem Getriebe, mehreren Differenzialsperren, großer Bodenfreiheit und Geländewagen direkt über die Dünen gleiten. Wir sind ganz für uns allein und auf weiter Flur. Herrlich, Welch ein Fahrspass!

UNSER BIWAK IN DER WÜSTE

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Tee in der Sahara

Das war schon immer unser Traum: Wir campieren unter freiem Sternenhimmel mitten in den Dünen der sahara. dazu ein einfaches Abendessen und Alis Minztee. Was will man mehr? Unbeschreiblich. Man muss es erleben!

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WANDERN IN DEN DÜNEN
DES ERG CHEBBI

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Walking on the Moon

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durch die Mondlandschaft des Djebel Saghro

Gemischte Gefühle. Im Djebel Saghro War unfreiwillig Nervenkitzel angesagt. Beim Djebel Saghro handelt es sich um eine beeindruckende, lebensfeindliche Vulkanlandschaft, die durchzogen ist von spektakulären Canyons, Wasserfällen und – am Fusse des Berges – mit bewirtschafteten Bergoasen.


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Von N’kob über Ikniouen nach Boulmane Dades

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Die Strecke führt über 2.300m hinauf auf den Pass Tizi N’tazerzet. Wir wussten, dass die knapp 70 kilometer lange Piste anspruchsvoll ist: Schwierige Orientierung. Ab und zu müssen wir Nomaden nach dem Weg fragen, um die richtigen Abzweigungen zu nehmen. Im Schritttempo erklettern wir uns in Kleinarbeit den Pass. Fahrzeuge ohne Allrad, ohne Untersetzung und ohne hohe Bodenfreiheit haben hier keine Chance. auch für unser Kasbah-Mobil ist es echte Knochenarbeit. nach unzähligen Haarnadelkurven, den steilen Abgrund immer vor Augen, schaffen wir es schliesslich über den Pass. die Fahrt hat sich trotz der Anstrengungen gelohnt: wo kann man schon solch eine bizarre Mondlandschaft erkunden?

ZURÜCK IN MARRAKESCH

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etwas Müde, aber Glücklich

Der Djebel Sargho steht bei Wanderern ganz hoch im Kurs. Und das hat seinen guten Grund. die Gegend ist für Outdoorfreunde logistisch gut erschlossen. Sogar in Passhöhe findet man immer wieder Schutzhütten und kleine Herbergen. Es gibt eben Regionen, die sollte man besser zu Fuss erkunden. Denn selbst mit einem gut ausgerüsteten AllradFahrzeug ist die Überquerung des DJebel Saghro eine Schufterei.


Info: Roadbook 1:Hoher Atlas und Djebel Saghro: eine Abenteuerreise durch den Süden Marokkos

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DIE ETAPPEN

Von Demnate nach Skoura:
Demnate – Tessaout-Tal– Toufrine – Tamzerit – Assermo – Skoura
Von N’Kob nach Ikniouen:
N’Kob – Handour – Bab’ n’ Ali – Cascades Tazlout – Tazlout Schlucht – Tizi n’ Tazaret (Pass) – Ikniouen

 

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HOHEN ATLAS ÜBER DEMNATE
Die Route führt von Marrakesch über Demnate durch das Tessaout- Tal, Toufrine, Assermo nach Skoura auf die N10 (Straße der 1000 Kasbahs). Die Verbindungsstraße ist durchgehend asphaltiert, weist aber immer wieder Schlaglöcher auf. Ab und an sind ganze Straßenteile weggespült. Für die sehenswerte Strecke von Marrakesch nach Ouarzazate über diesen Teilabschnitt des Hohen Atlas benötigt man etwa – je nach Saison – die doppelte Fahrzeit, verglichen mit der Fahrt über den Tizi n’ Tichka.

ÜBERQUERUNG DES DJEBEL SAGHRO
Für die anspruchsvolle Piste ist ein Geländewagen mit großer Bodenfreiheit und guter Bereifung absolut erforderlich. Die schwierige Piste ist übersät von unendlich viel Geröll des brüchigen Vulkangesteins. Charakteristisch für diese Piste sind treppenartige Absätze und steile Passagen. Diese Kombination kann Fahrzeug und Mannschaft schnell zermürben. Meist kann nur maximal 10 Stundenkilometer gefahren werden. Scharfe Haarnadelkurven. Es geht mal links, mal rechts sehr steil bergab. Menschen mit Höhenangst sollten diese Piste nicht nutzen. Die Strecke ist kaum befahren. Gegenverkehr auf steilen Auffahrten in Passhöhe bei einer gerade mal drei Meter breiten Piste ist nur für wenige Leute großartig. Alle anderen wünschen sich eine solche Gegenverkehrssituation wohl nicht. Im Falle einer Panne ist fraglich, wie und ob ein Fahrzeug gerade im oberen Teil der Strecke geborgen werden kann. Wer all diese Risiken auf sich zu nehmen bereit ist, wird mit einer atemberaubenden Landschaft und spektakulären Ausblicken reichlich belohnt.

 

Rückblick Roadbook


AUSGABE NO.4

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    QUER DURCH
    Eine Abenteuerreise durch die Schluchten des Hohen Atlas.„Gorges – Gorges”, von Schlucht zu Schlucht – das stand schon lange auf unserer Entdeckerliste: eine Rundfahrt quer durch den Hohen Atlas….

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AUSGABE NO.3

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    DER HÄRTESTE MARATHON DER WELT
    In diesem Roadbook nehmen wir Sie mit in die Wüste. Anlässlich des 30. Geburtstags des “Marathon des Sables” hat KASBAH einen Bericht zusammengestellt, der Sie annähernd erahnen lässt, was es bedeutet, beim härtesten Marathon der Welt dabei zu sein…

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AUSGABE NO.2

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    TERRA INGOGNITA
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AUSGABE NO.1

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    REISE NACH PANDORA
    Vor 30 Jahren war ich schon einmal in dieser Gegend. Damals gab es hier den künstlichen See Ben el Ouidane, der sich zur Stromerzeugung bei Bedarf hydraulisch absenken lässt, noch nicht. Auch der Hohe Atlas hat sich wohl verändert. Wie sehr, das wollte ich herausfinden…

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