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MAROKKOS ENERGIEWENDE
Sauber gemacht

Es war ein besonderes Ereignis und nicht irgendeine Einweihung irgendeines Kraftwerks. Im Februar dieses Jahres hat König Mohammed VI ein gigantisches Solarkraftwerk eingeweiht – den modernsten und größten Solarpark der Welt. Marokkos Energiewende ist auf dem allerbesten Wege. Das Land steuert einer sauberen Zukunft entgegen.

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Text: Sven Kämmerer 

Auf der südlichen Seite des Hohen Atlas, unweit von Ouarzazate, erstreckt sich ein Meer von Parabolspiegeln. Eine eindrucksvolle Anlage mit dem Namen Noor I. Der Name ist Programm. ‚Noor‘, Arabisch für Licht, wird ab Oktober 2016 beginnen, Strom zu liefern und 350.000 Haushalte mit Energie zu versorgen. Der Gesamtkomplex Noor I besteht aus vier Kraftwerken. Über 500.000 Parabolspiegel. Jeder von ihnen ist 3 Meter breit und 7 Meter hoch und hat eine Kapazität von 160 Megawatt. Allein mit Noor I kann Marokko seine Kohlendioxidemission um 240.000 Tonnen pro Jahr reduzieren. Mehr noch: Das Land, das bis dato seine Energie größtenteils für teures Geld importieren muss – Marokko verfügt weder über Öl- noch über Kohle-Ressourcen – wird mit dem weiteren Ausbau des Solar-parks zunehmend unabhängiger. Schließlich sollen auf Noor I noch die Anlagen Noor II und III folgen, jeweils noch größere Solarkraftwerke als Nummer eins. Der Staat Marokko hat sich ehrgeizige Ziele gesteckt: Bis 2020 beabsichtigt das Land fast die Hälfte seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien zu decken. Die Energieversorgung aus Wind und Wasser soll ebenfalls vorangetrieben werden. Dabei setzt Marokko vor allem auf Unterstützung aus Deutschland. Zahlreiche deutsche Firmen sind an diesem Projekt beteiligt, sie liefern Turbinen und Solarspiegel. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau trägt 834 Millionen Euro der Gesamtkosten von 2,2 Milliarden Euro. Auch die lokale Bevölkerung wurde frühzeitig in das gigantische Projekt mit einbezogen. So konnten Umsiedlungen vermieden werden. Aus über 700 umliegenden Dörfern fanden 1.500 Marokkaner einen neuen Arbeitsplatz. Gemeinsam mit ihren ausländischen Kollegen wollen sie die Erfolgsgeschichte von Noor, dem größten Solarpark der Welt, fortsetzen.

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